Frauen sind schon irgendwie…

„Frauen sind doch alle…“ hörte ich heute einen männlichen Menschen sagen. Den Rest brummelte er sich in seinen nicht vorhandenen Bart, doch es klang nicht so, als sollte danach ein Loblied über die gut organisierte, rationale, zurechnungsfähige, schweigsame und dabei noch attraktive Dame an sich folgen.

Nein, da wollte etwas anderes gesagt werden.

Ich habe eine Idee, was er gesagt hätte, wenn ihm die Höflichkeit der anwesenden Dame gegenüber nicht die Sprache verschlagen hätte:

Gebäude, Haus, Hotel, Pension, Wohnen
… und deswegen macht die Alte so einen Aufriss?

Frauen neigen zum Dramatisieren, haben überhaupt keinen Sinn für Prioritäten oder optimale Arbeitsabläufe. So schreien sie zum Beispiel hysterisch herum, dass das Haus brennt, während er gerade dabei ist, sein neues technisches Kleingerät in Betrieb zu nehmen, statt einfach schon einmal ein paar Sachen hinauszutragen.

Sie sind emotional, irrational und damit eine Überforderung für jeden normalen Mann.

Wirklich, ich bin der festen Überzeugung, dass für die meisten Männer die meisten Frauen das Anstrengendste und Nervenaufreibendste ist, was die Welt für sie bereithalten konnte. Tornado? Pah! Überschwemmungen, Sturmtiefs? Kinderkram! Massenkarambolagen? Wurden von Frauen verursacht. Männer würden die Nerven behalten.

Den Müll raustragen oder Staubsaugen könnten auf der Skala der schlimmen Erlebnisse zeitweise vor der Ehefrau rangieren. Aber andererseits: Wer zwingt ihn denn dazu, diese Erlebnisse überhaupt zu haben? Genau. SIE.

Schweizer Käse, Käse, Schweizer
Kann man doch noch essen!

Warum tun die sich das bloß an? Also, die Männer mit uns Frauen. Wäre ich ein Mann, ich wäre Single. Den Stress würde ich mir nicht geben! Ich würde mir sagen: „Sollen doch die Teller in der Spüle lebendig werden und ich langsam einen Pelz von den Schimmelsporen in meiner Wohnung bekommen; ich habe meine Ruhe! Und es schön warm, so mit Pelz.

Nein, Männer sollten unter Männern bleiben und Frauen unter Frauen; die Welt wäre eine bessere und ruhigere, glauben Sie mir!

Es wäre also unsere heilige Pflicht, liebe Leserinnen, für ein wenig Entlastung des Mannes zu sorgen, durchaus auch ab und zu von unserer Gegenwart. Meistens jedoch haben wir kein Gespür dafür, wann wir überflüssig oder – schlimmer noch – ein ernsthafter Störfaktor sind.

Wir können nicht mehr tun, als unseren Männern das Gefühl zu vermitteln, dass wir wenigstens versuchen, weniger anstrengend und mehr Kerl mit Brüsten zu sein.

Daher schlage ich Ihnen diese drei beliebig einsetzbaren Redewendungen vor:

  1. „Ja, Liebling, du hast vollkommen Recht!“ Handelt es sich nicht um den Lebenspartner, sondern z.B. den Chef, sagen Sie: „Ja, Chef, Sie haben selbstverständlich Recht!“
  2. „Ich bin dann mal weg.“ ist ebenfalls ein sehr wichtiger Satz, der aber nur funktioniert, wenn Sie ihm auch die Tat folgen und IHN bei seinem Tun in Ruhe lassen.
  3. „Liebling, ich habe es zu den anderen getan!“ Männer suchen ständig etwas und werden Sie verdächtigen, es entsorgt zu haben. So wird er sich vielleicht daran erinnern, wo die anderen sind und sich wieder beruhigen.

Mehr brauchen Sie nicht zu sagen. Er würde ohnehin nicht zuhören.

Als Bonussatz empfiehlt sich – allerdings wohldosiert, damit er (der Satz) sich nicht abnutzt: „Ach, Liebling/Chef, du bist einfach großartig! Wie du das wieder gemacht hast!“ Dieses kleine Kompliment wird die sich wahrscheinlich einstellende Entspannung noch verstärken.

Skelett, Beten, Mann, Religion, Gott
Wenn Sie dabei so aussehen, haben Sie den falschen Zeitpunkt erwischt.  

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