#DHL und die Versendung von Paketen – eine unendliche Geschichte

Vor gar nicht so langer Zeit hatte ich ja schon einmal beschrieben, wie das Warten auf ein von der DHL per Mail angekündigtes Paket meine Nachmittagsgestaltung beeinflusst hat. Gucken Sie weiter hier: #DHL und die Versendung von Paketen – eine unendliche Geschichte

Wir haben inzwischen viele Pakete von der DHL nicht geliefert bekommen. Jedesmal war jemand zuhause, und wir waren immer sehr überrascht, wenn wir beim zufälligen Blick in den Briefkasten feststellen durften, dass der Bote uns dort eines dieser Benachrichtigungskärtchen versteckt hatte. 

Ich also flink eine der vier Stunden genutzt, in denen die hiesige Postfiliale geöffnet hat und das Abholen eines weiteren nicht zugestellten Paketes mit der Frage, bei wem ich mich denn beschweren könnte, verknüpft. Die ganz entzückende Posthalterin drückte mir wortlos ein Kärtchen mit der „Hotline“ der DHL in die Hand. 

Ich gebe es zu: Ich habe gar nicht erst versucht, dort anzurufen. Es gibt Geschehnisse im Leben eines jeden Menschen, die es einfach radikal zu akzeptieren gilt, ganz nach dem Motto: „Gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann.“

Postman, Briefträger, Träger, Schnell
So ähnlich, nur mit Auto.

Gestern nun traf ich zufällig einen dieser dynamischen DHL-Boten beim Versuch, wieder einmal ein Benachrichtigungskärtchen in unserem Briefkasten zu versenken. Ich stellte ihn, übernahm das Paket und fragte nach, woran des denn liegen könne, dass man uns so stiefmütterlich behandelt.

Er erklärte, dass es ein Verbot gäbe, unser Grundstück zu betreten. „Da hat es wohl einmal einen Vorfall mit einem Hund gegeben.“ fügte er hinzu.

Ich fragte nach, ob es üblich sei, solche Verbote auszusprechen, ohne den betreffenden Haushalt zu informieren.

Er trippelte und erklärte: „Da hat es wohl einmal einen Vorfall gegeben. Seitdem dürfen wir nicht mehr auf unser Grundstück.“

„Ja, das habe ich verstanden!“ gab ich zurück. „Was ich wissen möchte, ist, warum wir nicht darüber informiert werden.“

„Ich weiß nur, dass …“ sagte er und trippelte weiter. Klar, die armen Kerle werden wahrscheinlich nicht nach Stunden, sondern nach erfolgreich zugestellten Paketen bezahlt. Aber das war mir in diesem Moment egal. Ich wusste ja auch von „dem Vorfall“. Er hatte uns 74€ gekostet und mit unserem Satansbraten und dem Hintern einer Briefträgerin zu tun. Wenn Sie darüber mehr wissen wollen, gucken Sie bei Klein Frieda vorbei. Die hat darüber berichtet.

Ich versuchte noch auf unterschiedlichste Weise aus der gelb-rot-bemützten Intelligenzbestie herauszubekommen, an wen ich mich denn nun mit meiner Beschwerde wenden könnte. Ich bin in einem früheren Leben Kommunikationstrainerin gewesen. Ich kann mit Menschen so sprechen, dass sie mich verstehen! 

Dieser jedoch widersetzte sich erfolgreich all meinen Kommunikationstricks, und so ließ ich ihn von dannen ziehen.

Fünf Lehren habe ich aus diesen Erlebnissen gezogen:

  1. Ich bestelle nie wieder etwas im Internet oder sonstwo, was mit DHL geliefert wird.
  2. Ich kaufe überhaupt nur noch alles vor Ort und im Umkreis von maximal 25 Kilometern.
  3. Was es da nicht gibt, brauche ich auch nicht. 
  4. Wenn einer nicht kommunizieren will, können Sie sich den Wolf reden. Erfolglos. 
  5. Es ist möglich, ohne auch nur den Schatten einer Dienstleistungsorientierung eine Mörderkohle zu verdienen.

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