Intervallfasten macht schön, schlank, gesund und glücklich! (Teil 1)

Versuchen Sie es doch einmal damit. Das ist gesund, entlastet das Gekröse, soll die Lebenszeit verlängern (das wurde an Mäusen getestet, und die müssen es wissen), die Zellen verjüngen – und ganz nebenbei nimmt man auch noch ab!

Intervallfasten bedeutet, dass man 16 Stunden lang nichts isst, sondern nur trinkt. Tee, Wasser, Kaffee ohne alles, Wasser, Ingwertee, Wasser… Während der restlichen 8 Stunden des Tages darf man essen. Sinnvollerweise tut man das nicht ununterbrochen, lässt nach Möglichkeit die Schweinereien in Form von Chips, Schokolade & Co. weg, und man sollte auch nicht direkt zum Burgerbräter seines Vertrauens rennen, sondern vernünftig essen. Low Carb zum Beispiel. Paleo ist, glaubt man den Paleo-Jüngern, eine prädestinierte Ernährungsform für Intervallfasten. Vegan geht garantiert auch.

Und wenn man das alles richtig macht, nimmt man ab. Schnell, wie es heißt. Ein angeheirateter Onkel von mir hat auf diese Weise innerhalb kürzester Zeit 11 Kilo abgespeckt, obwohl er sich nie des Gesundheitsaposteltums verdächtig gemacht hat und behauptet, auch weiterhin ein Genussmensch sein zu wollen. Man erzählt sich, dass er sein neues Gewicht inzwischen hält.

Da ich seit einigen Monaten auch die Tendenz zum Dickwerden an mir feststelle, habe ich gestern beschlossen, ab sofort ebenfalls das Intervallfasten zu versuchen.

Ich könnte natürlich auch einfach die Süßigkeiten weglassen und den Stollen, den mein Herzallerliebster handgedengelt hat, verschmähen. Oder ich könnte mehr Sport treiben und Frollein Frieda häufiger und länger durch die Landschaft jagen. Aber das kann ja jede, und deswegen fand ich, dass dieser Ansatz entschieden zu einfach sei. Ich brauche einen Plan und ein System.

Weil ich außerdem ein gründlicher Mensch bin, wurden verschiedene Websites von mir konsultiert, mit meinem vorhandenen, durchaus profunden Fachwissen abgeglichen und eine App heruntergeladen, die aber eigentlich nichts weiter tat als mit einem kleinen x am oberen linken Bildschirmrand anzuzeigen, dass gerade entweder Fasten- oder Esszeit ist.

Damit war ich am späten Nachmittag fertig. Da ich ausgerechnet gestern besonders willenlos angesichts der süßen Verführungen war und mich deshalb überhaupt nicht leiden konnte, beschloss ich, gleich damit anzufangen. Also sofort. Jetzt. Man soll nämlich immer innerhalb der ersten 24 Stunden etwas für sein Vorhaben tun, sonst kann man es auch lassen.

Um alle eventuell vorhandenen Versuchungen zu eliminieren, habe ich schnell noch die letzte Tafel Weihnachtsschokolade verdrückt (gab’s Chez Aldì im Sonderangebot), gefolgt von einer Tüte honigsalziger Cashews und Erdnüssee, auf die Uhr geguckt und meine App gestellt. Der Plan: Fastenzeit von 19:30 Uhr bis 11:30 Uhr. Davon würde ich ca. fünfeinhalb Stunden schlafen, dreieinhalb Stunden Backwaren umherfahren und eine Stunde Hunde lüften; die restlichen sechs Stunden würde ich mit genügend Wasser, Tee und Kaffee ohne alles auf einer Backe absitzen. Dachte ich.

Schwierig stellte ich es mir vor, auf meinen frühmorgendlichen Milchkaffee mit Zucker zu verzichten. Einmal wegen des Zubereitungsrituals und dann natürlich wegen des Geschmacks. Kaffee ohne alles ist nun einmal nicht so lecker. Aber eben auch nicht so gehaltvoll.

Ich bin eine willensstarke und disziplinierte Frau. Natürlich würde ich es schaffen! Schon malte ich mir in den schönsten Farben all die leckeren, gesunden Gerichte aus, die ich mir morgen zubereiten würde. Eigentlich könnte ich doch einen Aufwasch machen, wie der Nordhesse sagt, und auch gleich das Fleisch weglassen. Und die Nahrungsaufnahme mit einem grünen Smoothie beginnen. Naaahhhhmmmm!!!

Aber es kam alles ganz anders, und das ist eine Geschichte, die ich Ihnen in den nächsten Tagen erzählen werde.

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