Rente ab 80 – alles spricht dafür!

Ich auch. Gucken Sie mal, wer morgens gegen 6:27 Uhr vor den Geschäften steht. Oder wer, mit einer Dauerkarte bewaffnet, ungeduldig darauf wartet, diese in den Schlitz des in zehn Minuten öffnenden Schwimmbades zu applizieren, um dann beim Frühschwimmen mindestens drei Bahnen mit ausgreifenden Armbewegungen zu belegen.

Das sind alles Rentner! Einer von ihnen kommt mir jeden Morgen in seinem Kleinwagen entgegen. Der Mann scheint immer zur gleichen Zeit der senilen Bettflucht nachzugeben, setzt sich dann ins Auto und fährt so lange im ca. acht Straßen zählenden Dorf herum, bis der Dorfladen öffnet. Dabei gelingt es ihm regelmäßig, durch überhöhte Achtsamkeit die Berufspendler am pünktlichen Erreichen ihres Arbeitsplatzes zu hindern. Ein anderer steht spätestens um 5:30 vor der Bäckerei und will seine Brötchen haben, bevor sie überhaupt nur in den Regalen liegen. Die hat er sich nämlich nach dem frühmorgendlichen Zeitungsaustragen verdient, sagt er. Und dann ist da noch der rüstige ältere Herr am Ende der Straße, der auch am frühen Sonntagmorgen mit größtem Vergnügen laute Tätigkeiten verrichtet.

Das muss der pure Neid sein. Diese Leute dürfen nicht mehr arbeiten, also behindern sie andere auf ihrem Weg zur Arbeit, bei ihrem morgendlichen Einkauf oder wecken sie am einzigen Tag der Woche, an dem sie ausschlafen könnten.

Ganz ehrlich: Wenn die Rentner so früh schon wach sind und auch sofort aufstehen, dann können die doch auch arbeiten, oder?  pensioners-2500846__340older-lady-72824__340

Wenn man die so weitermachen lässt, in Ruhe, mit genügend Schlaf, gesunder Ernährung und frühmorgendlichen sportlichen Aktivitäten, bleiben die nämlich gesund und fit und werden steinalt. Das führt dann dazu, dass sie genauso lange Rente beziehen wie sie eingezahlt haben. Ist ja kein Wunder, wenn das Rentensystem unter all diesen fitten Alten zusammenbricht. Und die Jungen kommen nicht oder nur völlig entkräftet zum Arbeiten, weil die Rentner frühmorgendliche Staus verursachen und ihnen die Brötchen wegkaufen.

Nein, ich plädiere für Arbeiten bis zum 80sten Lebensjahr. Oder noch besser: Arbeiten, bis der Tod eintritt.

Dafür könnte man später anfangen zu arbeiten, nämlich mit 30 bis 35 Jahren. Da will man nämlich noch Spaß haben, Party machen, lange schlafen. Da denkt noch kein Mensch daran, mitten in der Nacht durch die Gegend zu karjohlen und Brötchen haben zu wollen. Und wenn die Menschen auf Party keine Lust mehr haben, können sie doch immer noch anfangen zu arbeiten. Sie könnten sich für eine Ausbildung entscheiden, fürevent-party-3005668__340 die ihre Kräfte jetzt noch ausreichend sind, hätten mehr Spaß am Studium, weil sie schon etwas Lebenserfahrung haben, und die Alten hätten eine sinnvolle Aufgabe.

Ja, Rente vor Arbeitsbeginn – das sollte das Modell der Zukunft sein!

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