Freeletics oder „Ich bin zu alt für den Scheiß!“

Das sagte ich mir, als ich meinen Versuch, mit Freeletics zur Aphrodite der zweiten Lebenshälfte zu werden, aufgegeben habe. Leider, wie ich hinzufügen möchte. Denn bis vor ein paar Tagen war ich der festen Überzeugung, meinem Selbstoptimierungswahn auf diesem Weg gerecht werden zu können. Glücklicherweise gibt es ein 14-tägiges Widerspruchsrecht, das ich nach diversen verzweifelten Versuchen, 12 Burpees ohne nennenswerte Verletzungen zu absolvieren, in Anspruch genommen habe. Wenn Sie Burpees nicht kennen, klicken Sie hier.

Doch ich möchte von vorn anfangen. „Vorn“ beginnt auf der Waage und bei einem kritischen Blick in den Spiegel, letzterer verbunden mit der Suche nach meinen ehemals vorhandenen Bauchmuskeln und der Feststellung, dass der Trizeps (auch „Armstrecker“ genannt und gern als weibliche Problemzone tätig) nachwöbbert, wenn ich winke.

Ich betrachtete mich genauer. Wenn es irgendwann einen guten Zeitpunkt gab, dem Alterungsprozess mal so richtig kräftig in den Hintern zu treten, dann war er genau jetzt da. Denn irgendwann hätte ich mich möglicherweise entweder an meinen Anblick gewöhnt oder das An- und Ausziehen mit geschlossenen Augen soweit perfektioniert, dass es keinen Leidensdruck mehr gab. Und frau kann sich ja so wunderbar mit „Es gibt Frauen in meinem Alter oder sogar jünger, die sehen viiieeel schlimmer aus!“

Nein. Schluss. Aus. Nichts mehr mit faulem Herumsitzen vor dem Laptop – jetzt sollte geturnt werden. Ich probierte diverse Apps aus. „Abnehmen in 30 Tagen“ fand ich besonders freundlich, konnte mir aber nicht vorstellen, dass mir das mit sieben Übungen, die ich einmal pro Tag zu absolvieren hatte, gelingen würde. Und die vorgeschlagene Mahlzeit aus Haferflocken mit Wasser sagte mir auch nicht zu.

Irgendwann stieß ich auf die Freeletics-App. Die hatte mal ein Kollege von mir absolviert, ein junger Mensch um die dreißig, und damals hatten wir gewetteifert, wer die meisten Squats und Liegestütze schaffte. Das war er. Trotzdem hörte er nach wenigen Monaten mit dem Programm auf, weil er am ganzen Körper Schmerzen hatte, quasi ununterbrochen. Irgendwas war immer: Entweder hatte er sich beim Handstand-Push-Up verletzt, oder er kam vor lauter Muskelkater die Treppe nicht mehr rauf.

Trotzdem – das sollte mein Programm werden, und zwar genau jetzt!

Was ich in der kurzen Zeit damit erlebte, wie ich verzweifelt versuchte, meinen mittelalten Körper irgendwie zu neuen Höchstleistungen zu treiben und damit – Sie haben es ja schon gelesen – kläglich scheiterte, lesen Sie in den nächsten Tagen.

Ich würde Ihnen ja alles auf einmal aufschreiben, aber ich habe Rücken… Die vielen Burpees…

Ein Kommentar zu „Freeletics oder „Ich bin zu alt für den Scheiß!“

  1. Ich befinde mich gerade wohl in einer ähnlichen Phase und Freeletics klingt wirklich nicht schlecht, vor allem weil man quasi keine Hilfsmittel dafür braucht und trotzdem alles trainieren kann.
    Ich lese mit Spannung auch deine nächsten Beiträge und hoffe, ich bin danach immernoch motiviert 😉
    LG Kerstin

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