Freeletics – jetzt geht’s los!

Ich hatte die Entscheidung getroffen, mich dem Freeletics-Programm auszuliefern und beschlossen, gar nicht erst mit dieser kostenlosen App herumzuhampeln, sondern gleich in medias res zu gehen. Also gab ich meine Kreditkartennummer an, zahlte 41,99€ für 6 Monate (30% Rabatt – Kampf der Weihnachtsgans!) und erhielt meinen persönlichen Coach. Also meinen persönlichen, virtuellen Coach; ein echter Personaltrainer wäre erstens teurer und zweitens gnadenloser. Dachte ich.

Es begann mit einem Fitnesstest. Aufwärmen. Skippings. Anfersen. Jumping Jacks. Hatte ich erwähnt, dass ich eine Insertionstendopathie im linken Fuß habe, überlastungsbedingt wahrscheinlich? Laufen ist mir noch für mindestens einen Monat verboten, und mir schien, dass Skippings und Jumping Jacks für den Heilungsprozess auch eher kontraproduktiv sein würden. Also gab es die erste Abwandlung des vorgeschriebenen Plans, und ich hoppste ein wenig auf dem Trampolin. Das war lustig und hat Spaß gemacht!

Dann sollte ich aus der Rückenlage, Arme hinter dem Kopf, aufstehen, besser noch, aufspringen, aus dem Stand einen ordentlichen Sprung machen und mich dann wieder auf den Rücken begeben – in einer durchgehenden Bewegung. Das. Ging. Nicht! Jedenfalls nicht in der Zeit und auch nicht mit der Wiederholungszahl, die der Coach vorgeschrieben hatte. Nach der Übung sollte ich protokollieren, wie die Übung für mich war. Ich schrieb „Scheiße.“ und „technisch saubere Ausführung unmöglich“.

Weiter ging es mit Kniebeugen. Die mache ich jeden Tag, wenn ich meine Brotkörbe ein- und auslade und dazu hochheben muss. Das habe ich in der Rückenschule so gelernt. Das machte wieder Spaß und polierte mein Selbstbewusstsein ein wenig.

Dann kam aber schon die nächste Übung. Bergsteiger. Habe ich auch immer mal wieder gemacht. 30 Sekunden fand ich recht ambitioniert, und die letzten 10 Sekunden fühlten sich an wie in der Todeszone des Mt. Everest. Ohne Sauerstoff.

Es folgten noch ein paar weitere Übungen, die ich inzwischen schon wieder vergessen habe. Man versicherte mir, dass man aufbauend auf den Ergebnissen und individuell nur für mich innerhalb der nächsten Stunden ein Programm erstellen würde. Ich fragte mich, wie das aussehen sollte; nach den von mir erzielten „Ergebnissen“ konnte das doch eigentlich nur Power-Couching sein.

Ich beschloss, dass die von Freeletics schon wissen würden, was sie tun, nahm eine heiße Dusche und pflegte mich und prophylaktisch den Muskelkater, der mich garantiert in ein paar Minuten heimsuchen und für mehrere Tage bei mir bleiben würde.

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