Verändern Sie auf gar keinen Fall Ihre Apple-ID!

Während ich das schreibe, quäkt aus meinem Motorola (Ja, ich gebe es zu: Ich bin eine iPhone-Verweigererin!) etwas, das mir die sehr freundliche, aber inzwischen komplett überforderte Dame des Apple-Supports als „Musik“ angekündigt hat. Nachdem wir eine knappe halbe Stunde erfolglos telefoniert haben, soll ich jetzt mit jemandem verbunden werden, der mir besser helfen kann.

Was war passiert? Ich bin seit vielen Jahren glückliche Besitzerin eines inzwischen mittelalten iPod und hatte den Plan, ihn mit neuer Musik zu bestücken. Dabei fiel mir auf, dass ich keine neuen Empfehlungen mehr bekommen habe, obwohl ich doch monatlich meinen Obolus für das Apple-Music-Abo entrichte – das aber ganz offensichtlich irgendwie verloren gegangen ist.

Inzwischen sind 37 Minuten vergangen, es scheppert immer noch aus meinem Motorola, aber der neue Experte hat sich noch nicht gemeldet. Dafür hat mir aber die freundliche Dame von davor gerade gesagt, dass sie jetzt aber wirklich die andere Abteilung kontaktieren kann, bei der vorher alle Leitungen besetzt gewesen sind. Ich habe inzwischen ein bisschen Kopfweh, was daran liegen kann, dass ich es sehr aufregend finde, mit jemandem zu telefonieren, der sich laut Display in Cork/Kinsale/Coachford befindet. Es kann aber auch sein, dass es die „Musik“ ist.

Wieder ein paar Minuten später: Die nette Dame hat sich verabschiedet und für das Telefonat bedankt; was ich für eine wirklich charmante Lüge halte. Ich habe eher eine Vorstellung, wie sie während unseres Gesprächs augenrollend in ihrem Schreibtischstuhl zusammengesackt ist… Trotzdem habe ich mich artig für ihre Mühe bedankt und bin danach mit einem Herrn Schmidt verbunden worden, der mir soeben den Nachmittag gerettet hat. Da gewinnt doch mein Künstlername „Schmitts Freundin“ etwas Karmisches.

Jetzt freue ich mich wie Bolle, weil dieser werdende Nobelpreisträger meinen Account für mich wiedergefunden hat.

Herr Schmidt ist nämlich darauf gekommen, dass ich noch eine andere Apple ID habe, von der ich nun wirklich gar nichts mehr wusste: „Schmitts Freundin“ nämlich. Muss man ja auch mal drauf kommen… Die scheine ich mir vor vielen Jahren zugelegt zu haben, und die Zelle, die sich daran erinnern sollte, hat sich wohl irgendwann zwischen damals und heute selbst zerstört. Natürlich konnte ich mich auch nicht mehr an das dazugehörige Passwort erinnern! Der nette Herr Schmidt hat mich daraufhin sehr freundlich und geduldig durch das Passwortrücksetz- und Wiederanmeldeprozedere geführt und sogar dafür gesorgt, dass alles, was ich jemals unter den verschiedenen IDs gespeichert habe, jetzt zu einer großen, glücklichen Musikfamilie vereint wurde.

Darum an dieser Stelle dankbare Grüße an den Apple-Support. Erstens haben Sie mich innerhalb von Sekundenbruchteilen zurückgerufen, zweitens waren Sie sehr bemüht und sehr geduldig, und drittens bin ich jetzt einfach sehr froh. Zwar habe ich nach wie vor nicht den Plan, mir eines dieser rattenteuren iPhones, iPads oder McBooks zu kaufen und mich in die Schar der Apfelanbeter einzureihen, aber ich bin gern bereit, Sie weiterzuempfehlen. You made my day!

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