Die schockierende Wahrheit über zudringliche Schweinehunde und Fressschweine

Das mag reißerisch klingen, ist aber etwas weitverbreitetes, unter dem Sie, liebe Leserin, lieber Leser, möglicherweise ebenfalls schon gelitten haben – oder noch leiden werden.

Bevor wir aber zum Schwein kommen, müssen wir uns zunächst mit dem Bären auseinandersetzen. Kürzlich wurde bei Twitter gefragt, als was für ein Tier man wiedergeboren werden wolle. Das habe ich zum Anlass genommen, der Welt mitzuteilen, dass ich in meinem nächsten Leben ein Bär sein will!

Der Grizzly allein auf weiter Flur – eine traumhafte Vorstellung!

Der Bär hat außer dem Menschen keine natürlichen Feinde und also zumeist seine Ruhe, wenn er sich nicht in deren Nähe aufhält. Er ist groß und puschlig und kann einen mit einem Prankenhieb ins Jenseits befördern. Das Wichtigste für mich jedoch ist: Spätestens im frühen Herbst fängt er an, sich so richtig vollzufressen, an allem, was ihm so über den Weg läuft oder schwimmt. Dann begibt er sich in den Winterschlaf, pennt ein paar Monate und taucht schlank wieder aus seiner Höhle auf.

Das will ich auch! Aber zunächst muss ich mich durch das menschliche Dasein und all seine Verlockungen hindurchkämpfen, bevor die höhere Macht ein Einsehen hat und mich Bär werden lässt.

Ludwig kennen Sie ja schon.

Und hier kommt das Fressschwein ins Spiel. Es hat ebenfalls keine natürlichen Feinde, unausgesetzt Hunger auf – na, was wohl? – Schweinereien jeglicher Art, und es ist der beste Kumpel von Ludwig, dem Schweinehund. Mein Fressschwein heißt übrigens Susanne. Gemeinsam mit Ludwig sorgt die Sau dafür, dass ich nicht ein Stückchen Kuchen esse, sondern gleich die ganze Platte, eine Tafel Schokolade in Nullkommanix einatme, und im Anschluss noch die Salzbrezeln meines lieben Mannes vertilge, der mit meiner Essgeschwindigkeit einfach nicht mithalten kann.

Da ich kein Bär bin, lege ich mich auch nicht für ein paar Monate hin, sondern arbeite und esse den Winter über durch. Deswegen nehme ich auch nicht ab. Ich bin einfach zu viel wach, um nichts zu essen!

Und gleichgültig, was ich mir vorgenommen, durch welche ökotrophologische oder psychologische Fachliteratur ich mich gewühlt und wie sehr ich mich in den Hintern getreten habe: Susanne und Ludwig gewinnen. Ludwig flüstert mir ein, dass ich dringend Ruhe brauche, Susanne lässt mich einkettige Kohlenhydrate herbeischleppen, und – schwupps! – liege ich vollgefressen auf der Couch und kann mich nicht mehr bewegen.

Im Moment versuche ich es gerade mit Verhandlungsreframing. Ludwig, Susanne und ich haben in meinem Kopf einen Stuhlkreis gebildet und reden erst einmal darüber. Ich werde Sie auf dem Laufenden halten. Jetzt brauche ich aber erst einmal etwas Nervennahrung.

Verdammt, wo habe ich die Schokolade versteckt???

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