Ein kleines Gedicht zum Königinnentag

Liebe Leserin, lieber Leser,

ich liebe meine Wahlheimatstadt! Es ist gemütlich hier, schön langsam, wenn es um Veränderungen geht, die Menschen sind freundlich und sprechen allerfeinstes Nordhessisch und es gibt viele schöne, alte Bauwerke, die nach meinem Dafürhalten so gelassen werden können, wie sie sind.

Aber genau da liegt mein aktuelles Problem. Aus der alten Stadtbefestigung sind zwei Türme erhalten geblieben, die die meiste Zeit im Jahr wirklich prächtig aussehen. Eine Ausnahme ist die Vorweihnachtszeit: Da wird einer der beiden Türmen mit einem Gebilde bestückt, das ein bisschen aussieht wie der ausgefahrene Penis eines auf dem Rücken liegenden Hundes. Darüber habe ich mich schon in meinem alten Blog bemerkt; lesen Sie gern dort nach.

Jetzt aber, anlässlich einer Feierlichkeit, zu der Wurst-, Kartoffel-, Heidekraut-, Wein- und sonstige Königinnen das Städtchen mit ihrem Besuch beehren, hat man im Keller eines der umliegenden Dörfer etwas gefunden, das aussieht wie ein explodierter Hundepenis, und dieses Dingsbums weithin sichtbar angebracht. So:

Jetzt kann ich nicht mehr anders – ich muss einfach mit diesem kleinen Gedicht meinem Entsetzen Ausdruck geben:

 Im Morgenlicht erstrahlt sie hell,
die Krone und ist schrecklich grell.
Wer hat das Ding bloß angeschleppt?
Es lag doch eigentlich perfekt
in diesem dunklen, tiefen Keller.
Zu blöd - das Komitee war schneller
und bastelte sie auf den Turm.
Ach, käme doch ein Wirbelsturm
und wehte sie zurück nach Ermschwert,
wo sie mein Auge nicht mehr ärgert.
 
Und die Moral von der Geschicht‘:
Dem Turm steht diese Krone nicht!

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