Reißen Sie sich gefälligst zusammen!

Liebe Leserin, lieber Leser!

Wie oft haben Sie diesen Satz seit Ihrer Kindheit in unterschiedlichen Formulierungen gehört? „Reiß dich zusammen!“, „Stell dich nicht so an!“, „Das war schon alles?“ sind nur einige der so gar nicht freundlichen Aufforderungen, die erst andere (unsere Eltern, Tanten, Onkel, Lehrer, Lehrerinnen…) an uns gerichtet haben und später wir selbst.

Einfach nur sein und dabei zufrieden sein – das sind zwei Dinge auf einmal. Das geht nun wirklich nicht! Es gibt immer etwas zu tun oder zu verbessern. Wir sind nie gut genug. Schon gar nicht uns selbst. Da ist dieses graue Haar, das vor dem Spiegel regelrecht zu leuchten scheint, die Spannkraft unserer Arme lässt nach, die Mundwinkel ziehen sich in eine Art Merkelfalte zurück, und morgens haben wir manchmal Rücken.

Dann sind da noch ein paar Projekte, die wir über das Jahr geplant und immer noch nicht in Angriff genommen haben: den Keller aufräumen, das Beet links hinten im Garten endlich vom Unkraut befreien, einen Spitzenklöppelkurs besuchen und das Buch dieses neuen französischen Philosophen lesen.

Machen wir aber nicht. Wir sind zu frustriert von der Stimme in unserem Kopf, die uns jeden Tag aufs Neue sagt, dass das, was wir tun, nicht genug ist. Dass wir nicht genug sind. Und weil wir wissen, dass diese Stimme herumzicken wird, egal, was wir tun oder nicht, fangen wir gar nicht erst an.

Ich weiß, wovon ich schreibe. Ich habe Dutzende von Motivations- und Lebensratgebern gelesen, bin mehrfach lizenzierte Fitnesstrainerin, Ernährungs-, Motivations- und Kommunikationsfachfrau und Coach. Aber all das verblasst an schlechten Tagen angesichts dieses verdammten grauen Haares und dem vermeintlichen Wöbber am Knie. Während ich andere Menschen ganz wunderbar dort lassen kann, wo sie gerade sind, lasse ich an mir selbst viel zu oft kein gutes Haar – schon gar kein graues!

An guten Tagen aber nehme ich diese schöne, rötliche Strähne auf meinem Kopf wahr, tätschele mein Knie, lächle mein Spiegelbild an und sage mir: „Guten Morgen, meine Liebe!“

Bis dahin war es ein recht langer und manchmal unangenehm zu gehender Weg. Wenn Sie mögen, stellen Sie sich für einen Moment zu mir, und ich zeige Ihnen, wo ich entlanggegangen bin. Vielleicht sagen Sie sich: „Och nö, an der Stelle gehe ich einfach weiter! Gleich da vorn ist doch eine mit einem viel schöneren Ausblick!“

Ich kann Ihnen nicht garantieren, dass Sie nach der Lektüre meines Buches der glücklichste Mensch unter der Sonne sein werden. Was ich Ihnen aber versprechen kann, sind neue Perspektiven.

Wollen wir los?

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