6,5 Millionen Eiswaffeln pro Jahr!

Göttingen

Jeden Tag verlassen vollgeladene Fahrzeuge, vom Sprinter bis zum Zwölftonner, das Betriebsgelände in der Florenz-Sartorius-Straße 2. Ihre Fracht: Speiseeis, Pulver und Paste zur Eisherstellung, Wein und Prosecco, Grappa und Likör, Nüsse und andere so genannte Toppings, Waffeln, Kaffee, Tiefkühlobst und noch viel mehr. Die Touren gehen in fast alle Bundesländer und nach Österreich. 200 Stammkunden hat das Göttinger Unternehmen, beliefert damit als einer von zwölf  spezialisierten Großhändlern rund fünf Prozent aller 4000 Eisdielen in Deutschland. (…)

Neben Waren des tagtäglichen Bedarfs liefern die Göttinger auch die komplette Einrichtung, die für den Betrieb einer Eisdiele notwendig ist: Besteck und Geschirr, Möbel, Kaffeeautomaten, Eismaschinen, Vitrinen. Quelle: Göttinger Tageblatt vom 26.09.2016

Das beschreibt meinen Broterwerb von März bis September: Dann sitze am Steuer eines Lieferwagens, hinter mir die oben zitierten Waren – die ich auch im Schweiße meines Angesichts ins Fahrzeug hinein und wieder hinaus befördere. Außerdem versorge ich ganzjährig und frühmorgens viele Menschen im Werra-Meißner-Kreis mit Backwaren.

Man könnte jetzt sagen, dass es sich hierbei um einfache Jobs handelt. So ist es aber nicht. Ich nenne es „Inspirationen sammeln“, denn die besten Ideen kommen mir, während ich in Ostwestfalen, der Altmark oder Nordhessen hinter irgendwelchen Schnarchzapfen herfahre und darüber nachdenke, warum das Leben mir denn jetzt die wieder geschickt hat. Über das Ergebnis schreibe ich dann. Und über das, was es sonst noch so in mir denkt, während ich herumfahre oder im Stau stehe.

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