Mein halbes Jahr der Schreibabstinenz – warum es dazu kam, was ich gelernt habe und was ich in Zukunft tun werde

Liebe Leserin, lieber Leser!

Da bin ich wieder! Haben Sie mich vermisst? Sie jedenfalls haben mir gefehlt, und deswegen bin ich sehr froh, wieder hier zu sein.

Falls Sie heute zufällig (wieder) hier gelandet sind: Herzlich willkommen und schön, dass Sie da sind! Ich verspreche Ihnen, dass ab heute alles anders wird. Echt! Ich habe nämlich herausgefunden, dass ich ohne meine Briefe an Sie viel weniger Spaß habe. Spaß sollte aber zusammen mit Höflichkeit, Freundlichkeit und Mitmenschlichkeit unser größter Antrieb sein. Deswegen werde ich ab sofort wieder schreiben, unter anderem, damit wir gemeinsam mehr Spaß haben.

Oben sehen Sie eine kleine Auswahl der Dinge und Tätigkeiten, die für mich zu einem zufriedenen und glücklichen Leben gehören. Einige davon haben mich während der letzten Monate davon abgehalten, Ihnen zu schreiben. Ich musste nämlich über Prioritäten nachdenken. Alle Welt setzt schließlich Prioritäten. Erst wird gearbeitet, dann wird die Freizeit gestaltet, und später wird geschlafen.

Das kann ich so nicht. Arbeit und Freizeit gehören für mich untrennbar zusammen. Beides besteht aus einer Menge von Dingen, die ich gern tue und die alle die gleiche Wichtigkeit für mich haben: Auto fahren, Sachen schleppen, kommunizieren, andere Menschen bei ihrer Entwicklung begleiten…

Gerade eben musste ich aufspringen, die Musik aufdrehen und nach „Castles“ von Freya Ridings durch mein Zimmer tanzen.

Weil ich aber dachte, dass ich erst Prioritäten setzen muss, bevor ich etwas anfange, war ich blockiert. Und konnte gar nichts richtig tun.

Jetzt weiß ich, dass Prioritäten bei mir nicht funktionieren. Ich bin eine sogenannte „Scanner-Persönlichkeit“. Habe eine Menge Talente, kann mich für vieles begeistern und bin in der Lage, sehr viel nebeneinander zu tun. Multitasken kann ich nämlich außerdem. Da sollten allerdings die meisten Leserinnen nur müde nicken; Sie machen ja täglich nichts anderes.

Was ich gelernt habe in diesem halben Jahr: Ich muss selbst entscheiden, was gerade dran ist. Und wenn das heute die Fachliteratur zum Thema „Ultralauf“ ist, morgen ein Telefonat mit meiner Lieblingsklientin, das mich den ganzen Tag bewegt und übermorgen eine Tour mit dem Waffeltransporter durch Ostwestfalen, soll es genau so sein.

Allerdings gibt es zwei Konstanten in meinem Leben: Schreiben und Laufen. Ohne das ist ist alles irgendwie doof.

Deswegen laufe ich, wann immer ich kann. Und weil ich daran glaube, dass ich mit meinem Schreiben etwas bewirken kann – sei es Ihr Lächeln über eine meiner Geschichten oder das Gefühl des Verstandenwerdens – wird ab sofort wieder regelmäßig geschrieben. Versprochen!

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